Alle Atemschutzgeräteträger (AGT) müssen zum Erhalt ihrer Einsatz-Tauglichkeit einmal pro Jahr eine Atemschutzübungsstrecke durchlaufen. Hierbei soll unter körperlicher und psychischer Belastung die Handhabung der Gerätschaften geschult und eine gewisse Routine herbei geführt werden.

So müssen die AGT eine Leistung von mindestens 90kN erbringen und im Laufe des Übungsstreckendurchgangs unter "Null-Sicht" (einige Fotos sind zur besseren Darstellung ohne Rauch) verschiedene Szenarien und Aufgaben abarbeiten. Die Feuerwehr Altenau besucht dazu an verschiedenen Terminen im Jahr die Atemschutzübungsstrecke in Goslar.

So gilt es zunächst gewissenhaft die Atemschutzgeräte in einer Kurzprüfung zu checken und die Schutzkleidung zu überprüfen, dabei unterstützen sich die Atemschutzgeräteträger gegenseitig. Nachdem alles in Ordung ist, kann die Belastungsübung losgehen. Die Daten der AGT (also Name des AGT, Flaschendruck, und und und) werden Dokumentiert.

Als erstes wird der Schlauchtrockenturm erklommen. Bis ins 4. Stockwerk geht es die steile Treppe hinauf. Oben kann kurz der Ausblick über Golsar genossen werden, bevor es wieder in der Keller zur Atemschutzübungsstrecke geht.

Hier muss an Schlaghammer, Laufband und Endlosleiter weitere körperliche Leistung gebracht werden.

Anschließend geht es in die Übungsstrecke an sich. Zunächst führt der Weg durch einen einer Industrieanlage nachgebildeten Raum, dann geht es in einen "Wohnbereich", wo auch ein "Feuer" zu löschen ist.

Nun folgt ein Gitterverschlag, wo es nur auf allen vieren im Krichgang vorwärts geht. Dieser Streckenbereich wird immer umgebaut und so sind die Truppführer immer auf´s neue gefordert, den richtigen weg hinaus zu finden. Auch sind hier allerlei Hindernisse eingebaut.

Zurück geht es wieder durch die Industrieanlage hinaus.

Untermalt wird der Streckendurchgang von Hilferufen, Sierengeheul und so weiter aus den Lautsprechern in der Übungstrecke.

Nachdem die Atemschutzeräte wieder abgelegt sind, gilt es zügig den Flüssigkeitshaushalt wieder aufzufüllen. Denn wärend des gut 25 bis 30 minütigen Steckendurchgangs verliert man eine menge Flüssigkeit.

Natürlich müssen die Atemschutzgeräte auch wieder einsatzbereit gemacht werden und wieder wird alles dokumentiert.

Das diese Pflichübungen anstrengend sind, sieht man den Gesichern nach ablegen der Masken an. Aber, auch wenn es anstrengend ist, macht es den meisten Kameradinnen (ja, auch unsere weiblichen Mitglieder sind teilweise AGT) und Kameraden viel Spass und es gibt einen kleinen Wettstreit, wer denn am wenigsten Atemluft aus den Pressluftflaschen verbraucht hat oder welcher Trupp am schnellsten war.

So ernst und im grunde auch Lebensnotwendig diese Übungen sind, so kann man auch Spass dabei haben.

 

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